Panorama Point

Mt.Hood Die Landschaft der Gorge ist unter anderem von den drei großen Kaskadenvulkanen Mt.Adams, Mt.St.Helens und Mt.Hood geformt worden, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Columbia River aufragen. Der 3425m hohe Gipfel des Mt.Hood ist sogar nur 35km vom Fluß in seinem Tal entfernt. Da sollte man denken, dass man von der Gorge aus einen schönen Blick auf den nahen schneebedeckten Vulkan hat. Aber wer die Gorge auf dem Interstate I-84 Richtung Osten durchquert, der sieht Mt.Hood bei Fairview, einem Vorort von Portland hinter den Bergen auf den Seiten der Gorge verschwinden und erst eine Stunde später in the Dalles wird die Gorge wieder flach genug, dass das weiße Dreieck des Vulkans über den Rand der Gorge hervorguckt. Wer auf dem Weg trotzdem nicht auf den fotogenen Blick auf Mt.Hood verzichten will, aber nicht allzuviel Zeit dafür investieren möchte, dem sei der Panorama Point bei Hood River empfohlen. Dieser Aussichtspunkt liegt nur gut 5 Minuten vom Freeway entfernt und bietet einen wunderbaren Blick über das Hood River Valley hinter dem Mt.Hood majestätisch aufragt.

Schild Mt.HoodDer Viewpoint ist Teil eines kleinen kostenlosen Parks, der vom Hood River County betrieben wird. Er liegt auf einem Hügel zwischen der Eastside Rd. und dem Highway 35 südöstlich vom Ort Hood River. Die Zufahrt erfolgt von der Eastside Rd. dort gibt es auch ein Gate, das abends dicht gemacht wird. Sollte man vor verschlossener Türe stehen, es sind vom Gate bis zur Aussicht nur knapp 100m, die kann man zur Not auch laufen. Oben angekommen findet man erstmal einen weiträumigen Parkplatz mit großartiger Aussicht nach Süden auf das Hood River Valley und Mt.Hood. Ein kleines Klohäuschen und ein Haus für den Parkwächter säumen den Parkplatz. Und wer jetzt immer noch nicht mitbekommen hat wie der große spitze Berg dort heißt, für den steht da sogar noch ein Schild „Mt.Hood 11,249“. Letzteres ist übrigens die Höhe in Füßen. Auf der linken (nordöstlichen) Seite des Berges sieht man den größten Gletscher des Mt.Hood, den Eliot Glacier, mitsamt des Tals, das er in die Flanke des Berges gegraben hat. Das kleine „Plateau“, das man in der Silhouette oberhalb des Gletschertals sieht, ist Cooper Spur. Es ist der höchste Punkt am Mt.Hood, den man auf normalen Trails erreichen kann. Im Hochsommer eine längere,  aber lohnende alpine Wanderung. Die Hügelkette, die man im Vordergrund sieht, trennt den oberen Teil des Hood River Valleys um den Ort Parkdale von der unteren Hälfte um Odell herum. Vom Aussichtspunkt aus sieht man nur den letzteren Teil.

img_1403bfrAm anderen Ende des Parkplatzes steht dann eine kleine zum Teil überdachte Plattform, in deren Mitte drei große Masten für Stromleitungen aufragen. Hier findet man auch ein paar Gedenktafeln, die zum einen an einen Herrn Roy Webster erinnern, der das Land, auf dem man sich befindet, dem County vermacht hat. Eine andere Tafel dankt der Bonneville Power Administration, die den Strom aus den Columbia Dämmen managt und unter anderem für die drei Strommasten verantwortlich ist, für deren – vor allem finanziellen – Beitrag bei der Gestaltung des Parks. Einen kleinen Picknicktisch gibt es dort auch. Und wenn man auf der Plattform ein wenig den Kopf verreckt und in die „falsche“ Richtung also nach Norden guckt, dann sieht man dort den Gipfel eines weiteren Vulkans. Das ist der Mt.Adams in Washington. Zu guter Letzt gibt es dann unterhalb des Parkplatzes noch ein paar weitere Picknicktische, wo man sich mit Hood-Sicht gemütlich zu einem Imbiß niederlassen kann, aber dann hat man eigentlich auch schon alles in diesem kleinen Park gesehen.

Red Barn Mt.HoodFür Fotografen lohnt sich allerdings noch ein kleiner Ausflug in die Obstplantagen am Fuße des Hügels. Das Hood River Valley ist für seine Obstbäume bekannt, wobei es vor allem viele Birnen gibt. Mal Augen aufhalten: an einigen Stellen werden Flaschen über die ganz kleinen Birnen gestülpt, so dass die ausgewachsene Birne dann später in der Flasche ist, die dann mit Birnenbrand aufgefüllt wird. Besonders zur Obstblüte im April sind die Bäume in Verbindung mit dem schneebedeckten Mt.Hood dahinter ein dankbares Fotomotiv. Als Sahnehäubchen hat die Plantage, die direkt gegenüber des Parks an der Eastside Rd. liegt, noch eine wunderschöne rote Scheune mitten in den Birnbäumen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Wand der Scheune fast genau nach Norden zeigt, so dass man nur an längeren Sommertagen abends die Chance hat, ein wenig Licht auf die Scheune zu bekommen. Trotzdem, wer gerne fotografiert sollte sich das Motiv nicht entgehen lassen.

Wann am besten hin?

Obstblüte Mt.HoodDer kurze Abstecher lohnt sich bei gutem Wetter eigentlich immer, wenn man den Mt.Hood vom Panorama Point aus sieht. Das beste Licht hat man am frühen Morgen, dann steht der Berg für den Rest des Tages im Gegenlicht. Da die Schneeflächen aber dennoch von der Sonne bescheinen werden, kann man auch dann noch sehr schöne Fotos vom Berg machen. Besonders lohnenswert ist der Ausblick während der Obstblüte, die in der Regel irgendwann Mitte April stattfindet. Dann ist der Panorama Point nicht nur einen kurzen Abstecher sondern auch einen großen Umweg in der Reiseplanung wert.

Wann lieber nicht hin?

Wenn das Wetter so ist, dass man den Berg nicht sieht, dann sollte man sich den Panorama Point auf jeden Fall auch schenken.

Wie kommt man hin?

Herbst Panorama PointWenn man auf I-84 untwerwegs ist, dann nimmt man die Ausfahrt 64 „Mt.Hood Hwy.,White Salmon, Govt. Camp“ und fährt vom Fluß weg nach Süden Richtung Government Camp. Man kommt dann nach nur 0,3 Meilen zu einem 4-Way-Stop, wo man gerade aus auf den Hwy 35 zum Mt.Hood fährt. Man sollte dort gleich auf der linken der zwei Fahrspuren bleiben, denn schon 0,3 Meilen nach dem Stop geht es links ab auf die Eastside Rd. Der Panorama Point ist dort auch mit einem braunen Schild auf der rechten Strassenseite ausgeschildert, aber da der Abzweig in einer Rechtskurve ist und das Schild von Bäumen verdeckt wird, ist es in der Regel zu spät wenn man das Schild sieht. Also vorbereitet sein.  Der Eastside Rd. folgt man dann noch 1,5 Meilen bis der Park erreicht ist, der auf der rechten Seite liegt.

Kommt man von Süden her den Highway 35 vom Mt.Hood herunter, dann geht es kurz bevor man Hood River erreicht gleich hinter einer Eisenbahnbrücke über dem Hwy 35 rechts auf den Whisky Creek Drive (Prost!). Dieser Abzweig ist gut beschildert. Nach einer halben Meile endet der Whisky Creek Dr. an der Eastside Rd. die man dann noch eine halbe Meile nach links zum Panorama Point fährt.  In beide Richtungen kann man die Zufahrt aus der jeweils anderen Richtung nehmen, falls man den Abzweig verpasst.

Meine Meinung

Panorama PointWenn man auf I-84 Hood River passiert und das Wetter gut ist, dann sollte man auf jeden Fall die 15-20 Minuten für einen kurzen Fotostop am Panorama Point investieren. Im April zur Obstbaumblüte lohnt es sich extra dafür nach Hood River zu fahren.

 

 

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6 Antworten zu Panorama Point

  1. Andy Pipkin schreibt:

    Vielen Dank für den tollen Tip, Sönke. Vielleicht verschlägt es uns irgendwann mal wieder in diese Ecke? Interessante Wolken in Bild 3 & das Kirschblüten Bild ist der Hammer.

    • Sönke schreibt:

      Moin Axel!
      Vielen Dank! Falls es Dich wirklich mal wieder in den Nordwesten zieht, sag Bescheid. Vielleicht ergibt sich ja ein gemeinsamer Ausflug.

      • Andy Pipkin schreibt:

        Hi Sönke,

        komme ich sehr gerne drauf zurück, wird aber dieses Jahr mit Sicherheit nicht sein, ist ja schon mit Namibia verplant. Mal sehen wie sich der Dollarkurs dann entwickelt? So wie er momentan ist, bereisen wir als Alternative lieber andere Länder.

  2. Ulli schreibt:

    Wow, was für eine geniale Seite Sönke…alle Achtung !!!!
    …und soooo wunderschöne Fotos…ich bin hin und weg… vielleicht sollten wir doch endlich auch mal diese herrliche Ecke der USA bereisen… die To-do-Liste wird immer länger….
    Herzliche Grüße Ulli

    • Sönke schreibt:

      Moin Ulli.
      Vielen Dank für den netten Kommentar.
      Sag Bescheid, wenn Deine To-Do-Liste lang genug geworden ist, dass die Planung bei Dir losgeht. 🙂

      • Ulli schreibt:

        Och Planen tu ich immer 😉 … was gibt es Schöneres, als von einem Urlaub zu träumen …
        Aber ich schätze, wir schieben Alaska mal ein Stückchen weiter nach hinten und werden uns zuvor in den Nordwesten aufmachen 🙂 … Deine Seite bietet ja genug Material …
        Servus und viele Grüße Ulli

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