Eagle Creek Fire

Stand 30.5.2018: Am 18.5. wurden im Starvation Creek SP am Ostende des vom Feuer betroffenen Gebiets der Mt.Defiance und der Starvation Ridge Trail wieder eröffnet. Damit ist auch der Loop vom Starvation Creek Falls über Cabin Creek Falls und Hole-in-the-Wall Falls zu den Lancaster Falls wieder zugänglich. Außerdem sind einige Seen wie z.B. Wahtum Lake im Mt.Hood National Forest, der sich im Süden an die Gorge anschließt, wieder freigegeben.

Als grober Fahrplan für die weitere Öffnung von Trails, die unter dem Feuer gelitten haben, gilt derzeit: Trails von Cascade Locks Richtung Osten werden vermutlich noch im Laufe dieses Sommer wieder zugänglich. Alles westlich von Multnomah Falls wie z.B. Angels Rest, Wahkeena Falls, etc. soll gegen Ende dieses Jahres evtl. sogar schon im Herbst wieder geöffnet werden. Für die am heftigsten betroffenen Bereiche zwischen Multnomah Falls und Cascade Locks, was so beliebte Ziele wie die Eagle Creek und Wahclella Falls Trails, die Oneonta Gorge oder Horsetail Falls einschließt, kann noch kein Öffnungsdatum in Aussicht gestellt werden. Auch der Historic Highway bleibt weiterhin zwischen Bridal Veil und Ainsworth State Park gesperrt, ohne dass mögliche Termine genannt werden, wann er wieder freigegeben werden könnte. Ein großes Problem sind nach wie vor Erdrutsche und Rockslides durch die fehlende Vegetation. So erkennt man z.B. auf Luftbildern, dass eine steile Wand direkt unterhalb der Punchbowl Falls am Eagle Creek abgerutscht ist und den Fluß verschoben hat. Es bleibt abzuwarten wie die bekannte und oft fotografierte Aussicht auf die Fälle jetzt aussieht.

Wer – wie ich – meinte das Feuer sei seit mehreren Monaten aus, der wurde in den frühen Morgenstunden des 29.5. eines Besseren belehrt, als nach mehreren trockenen, warmen Tagen ein sogenannter Hotspot am Herman Creek wieder anfing zu brennen. Das kleine Feuer war schnell unter Kontrolle gebracht, aber es ist offenbar nicht ungewöhnlich, dass sich Hitze von großen Feuern über sehr lange Zeit z.B. in teilweise verbrannten Baumstümpfen halten kann und dann Brandherde noch viele Monate später aufflammen können.

Inzwischen hat ein Richter den jugendlichen Täter zu einer Schadenersatzzahlung von 36.618.330$ und 24 Cent verurteilt. Auch wenn der Junge zumindest die 24 Cent wahrscheinlich problemlos zahlen kann, ist es offensichtlich, dass von ihm wohl keine 37 Millionen zu erwarten sind, daher ist dieses Urteil vor allem symbolisch. Er ist allerdings verpflichtet jeden Monat einen gewissen Prozentsatz seines Einkommens zur Tilgung zu verwenden, dann wird die Schuld vermutlich nach 10 Jahren verjährt. Sollte er bis dahin allerdings im Lotto gewinnen oder einen reichen Erbonkel finden, dann geht das Geld komplett an Vater Staat.

Stand 19.3.2018: Heute wurde die untere Beobachtungsplattform an den Multnomah Falls wieder geöffnet, so dass man die Fälle wieder aus der Nähe bewundern kann und nicht mehr durch einen Zaun gucken muß. Lediglich die Benson Bridge und der Trail zur Oberkante der Fälle bleiben weiterhin aufgrund der Steinschlaggefahr gesperrt.

Desweiteren hört man aus einigermaßen verläßlicher Quelle, dass der Historic Highway in voller Länge zum Memorial Day im Mai wieder freigegeben werden könnte, womit dann auch Wahkeena und Horsetail Falls wieder zugänglich wären. Auch an einigen Trails wird fleißig gearbeitet, da würde es mich nicht überraschen, wenn es da auch noch einige gute Nachrichten in den nächsten Monaten gäbe.

Inzwischen stand der 15-jährige Brandstifter im Februar vor Gericht. Er hat sich schuldig bekannt und ausgesagt, dass er seine Tat zutiefst bereut, worauf er zu 1920 Stunden Sozialarbeit und einer fünfjährigen Bewährung verurteilt wurde. Wiegt das in irgendeiner Weise den Schaden auf, den er angerichtet hat? Ganz sicher nicht! Aber auf der anderen Seite soll man nicht vergessen, dass er eben auch nur ein 15 Jahre alter Junge ist, dem man z.B. in der USA für weitere 6 Jahre noch nicht einmal die nötige Reife zubilligt, verantwortlich mit einer Dose Bier unzugehen. Ich habe mit 15 auch so einige dumme Sachen gemacht und dabei aber immer Glück gehabt, dass nichts passiert ist. In dem Alter ist man leider noch nicht unbedingt auf der Höhe seines Verantwortungsbewußtseins. Auch wenn ich dem Typen im Frust schon alle möglichen Plagen an den Hals gewünscht habe, finde ich daher am Ende dennoch, dass die Strafe durchaus angemessen ist. 1920 Sozialstunden reißt man ja auch nicht gerade an zwei Wochenenden ab. Da hat er also noch viel Zeit aktiver Reue vor sich.

Stand 23.1.2018: Inzwischen sind viele der betroffenen Trails in Augenschein genommen worden und der jeweilige Schaden wurde bewertet. Am besten sind offenbar die Trails östlich von Cascade Locks wie z.B Gorton Creek, Nick Eaton oder Starvation Creek davongekommen. Man ist guter Hoffnung, dass man einige der Trails in diesem Frühjahr und Sommer eventuell wieder freigeben kann. Das hängt allerdings auch vom Wetter in nächster Zeit ab. Viel Regen mit damit verbundenen Erdrutschen könnte das deutlich verzögern.

Das Gebiet zwischen Cascade Locks und Multnomah Falls, das unter anderem den Eagle Creek Trail, Wahclella Falls und die Trails am Oneonta Creek umfasst, wurde so schwer getroffen, dass z.T. das Tauwetter im Frühjahr abgewartet werden muß bevor man die Gegend relativ gefahrlos wieder in Augenschein nehmen kann. Hier wird befürchtet dass Trails auf Jahre hinaus gesperrt sein könnten.

Die Trails westlich von Multnomah Falls wie der Larch Mt. Trail oder Angels Rest sind zwar auch in schlechtem Zustand. Da sie aber zu den beliebtesten in der Gorge zählen, geniessen sie Priorität bei der Reparatur und man hofft, dass einige vielleicht schon in diesem Jahr wieder geöffnet werden können.

Stand 29.11.2017: Heute wurde Multnomah Falls zumindest teilweise wieder zugänglich gemacht. Der große Parkplatz am Freeway ist geöffnet und zwischen 9:00 und 17:00 kann man die Lodge besuchen und von dort aus die Fälle bewundern. Sowohl die untere Aussichtsplattform als auch der Trail zur Benson Bridge und weiter zur Oberkante der Fälle sind nach wie vor wegen der Steinschlaggefahr gesperrt. Gleiches gilt für den Zugang vom Historic Highway, der an der Stelle immer noch dicht ist.

Wenn man diese Bilder der Multnomah Falls von vor und nach dem Brand vergleicht, dann sieht man (vom fehlenden Herbstlaub mal abgesehen), dass die Felsen vorne links und der Hang oben rechts vom Feuer betroffen sind. Dort sieht man verbrannte Bäume und schwarzen Boden. Aber im Großen und Ganzen hat Multnomah Falls das Feuer wohl gut überlebt. Ich vermute, dass es nicht mehr lange dauert, bis auch die untere Plattform wieder freigegeben wird. Der Zugang zur Brücke und vor allem der Weg zur Spitze der Fälle sind dagegen vermutlich noch etwas länger dicht.

Multnomah Falls, Oktober 2016 und Dezember 2017

Latourell FallsStand 22.11.2017: Seit heute ist der westlichste Teil des Historic Highways bis Bridal Veil wieder geöffnet. Dieser Abschnitt war kaum vom Feuer betroffen. Damit sind sowohl das Vista House als auch die Latourell Falls mit dem dazugehörigen Trail und auch die Trails an den Bridal Veil Falls wieder zugänglich. Der Angels Rest Trail und Shepperd’s Dell, die sich ebenfalls auf dem Abschnitt befinden, bleiben ebenso wie der Rest des Historic Highways gesperrt. Die Arbeiten an den Multnomah Falls schreiten voran. Es wird damit gerechnet, dass der Zugang zu den Fällen über den Parkplatz am I-84 eventuell noch vor Weihnachten wieder frei gegeben werden könnte.

Stand 9.11.2017: Die sogenannte Closure Order , mit der ein Großteil der National Scenic Area auf der Oregon Seite inklusive Multnomah Falls und des Historic Highway für die Öffentlichkeit komplett gesperrt wird läuft erst am 25.9.2018 aus. Es steht zwar in dem Text, dass sie auch früher widerrufen werden kann, und viele hoffen, dass die bekannten Wasserfälle und wenigstens einige Trails schon im Frühjahr wieder zugänglich gemacht werden, aber ich habe da meine Zweifel. Das größte Problem ist derzeit, dass in fast allen Gebieten, die vom Feuer betroffen sind, das Moos und Unterholz am Boden verbrannt ist. Das ist allerdings der „Kleber“, der an den ohnehin erdrutschgefährdeten, steilen Gorgehängen Felsen, Steine und anderes zusammenhielt und vor dem Abrutschen bewahrt hat. Ohne das Moos purzeln zur Zeit an allen Stellen Steine, verbranntes Holz und alles was sonst noch so am Berg liegt, die Hänge herunter. Dem Forest Service hat es bei Aufräumarbeiten wohl schon einige Autos ganz ordentlich demoliert. Bevor die Hänge also nicht wieder einigermaßen stabil sind, wird der Forest Service da niemand wieder reinlassen und ob das schon im Frühjahr wieder der Fall sein wird???? Wir werden sehen. Ich würde für eine Reise in die Gorge im Jahre 2018 auf jeden Fall einen Plan B haben, falls der Historic Highway dann noch gesperrt ist. Da bietet sich vor allem die Washington Seite der Gorge an. Meine Absicht ist es auch, hier ein paar mehr Ziele auf der eher unbekannten „anderen“ Seite der Gorge vorzustellen.

Stand 8.10.2017: Auch wenn es hier und da manchmal noch ein bisschen raucht, das Feuer ist vorbei, jetzt geht es darum, mit den Folgen umzugehen. Ein sogenanntes Burned Area Emergency Response Team hat die betroffene Gegend untersucht und eine Karte erstellt, wie stark der Boden jeweils vom Feuer betroffen ist. (Eagle Creek Fire Soil Burn Severity Map). Intuitiv würde man ja denken, dass es von mehr Interesse ist wie z.B. die Bäume aussehen, aber das größte Problem in den nächsten Monaten werden Erdrutsche sein. Die stehen bei dem winterfeuchten Klima der Gorge vor allem im Winter und beginnenden Frühjahr ohnehin auf der Tagesordnung, aber nun fehlen vor allem in den bereichen, wo der Boden stark verbrannt ist, Wurzeln und Vegetation um bedrohte Hänge festzuhalten. Schon jetzt fallen dort  Steine, Felsen, verbranntes Holz etc. von den Hängen auf die Trails herab und das wird bestimmt nicht besser, wenn die richtigen Regenfälle beginnen. Ich rechne daher damit, dass einige Trails, die stark betroffen sind, wie z.B. Eagle Creek, Wahclella Falls, Elowah Falls und die Horsetail/Oneonta Gegend noch sehr lange gesperrt bleiben werden.

Außerdem hat der republikanische Kongressabgeordnete Walden, in dessem Wahlkreis der östliche Teil des Feuers lag, einen Antrag eingebracht, der es Firmen erlaubt, im Brandgebiet, ganz und teilweise verbrannte Bäume zu roden und abzutransportieren. Umweltschutzverbände laufen Sturm gegen diesen Vorschlag, da sie befürchten, dass das die negativen Effekte des Feuers noch verstärken und die Erholung der Landschaft stark verzögern wird. Dazu hier ein Link.

Verkehrsmäßig ist die Situation unverändert: I-84 ist in beide Richtung offen, aber viele Ausfahrten zwischen Hood River und Troutdale sind gesperrt. Der Historic Highway ist nach wie vor dicht.

Stand 26.9.2017: Die ergiebigen Regenfälle der letzten Woche haben die Brände weitesgehend gelöscht. Es gibt nur noch wenige schwelende Stellen, die aber auch bei inzwischen wieder wärmeren und trockenerem Wetter keine Gefahr mehr darstellen.

I-84 ist seit dem 23.9. wieder in beiden Richtungen geöffnet, allerdings sind alle Ausfahrten zwischen Corbett und Cascade Locks sowie der Viento Exit weiter östlich für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Es gibt derzeit keinen Termin in Aussicht wann z.B. Multnomah Falls wieder zugänglich ist. Der Historic Highway ist östlich von Corbett zwischen dem inzwischen wieder zugänglichen Women’s Forum Viewpoint und dem Vista House gesperrt. Auch hier ist nach wie vor nicht abzusehen, wann er wieder geöffnet wird. Auch alle Parks, Trails, etc. in dem betroffenen Gebiet sind nach wie vor geschlossen und die Gesetzeshüter sind dem Vernehmen nach, nicht in der Stimmung, ein Auge zuzudrücken, wenn jemand dort erwischt wird.

Ich habe mir jetzt sowohl vom Freeway als auch von der Washington-Seite aus einen eigenen Eindruck von der Auswirkung der Brände machen können und kann nun eine etwas fundiertere Einschätzung abgeben, wie stark einzelne Ziele in Mitleidenschaft gezogen wurde, wenn gleich die natürlich auch nur auf Beobachtungen aus der Ferne basiert. Auch war das Bild, das sich vom I-84 ergab deutlich positiver als das von SR14 aus. Es sind an vielen Stellen vor allem die Hänge betroffen, was man vor allem von der anderen Flußseite sieht. Direkt unten am Fluß ist es noch recht grün, aber die Flanken sind ziemlich verbrannt. Weiter oben ist der Wald dann wieder recht dicht.

Multnomah Falls: ein paar verbrannte Stümpfe oberhalb der Fälle und seitlich, aber es bestätigt sich wohl, dass der mit einem blauen Auge davon gekommen ist

Eagle Creek Teil 1 und Teil 2: das Feuer hat dort seinen Anfang genommen und ich habe dort ganze Hänge voller verbrannter Bäume oberhalb des Tales gesehen und auch viele braune Bäume im Tal. Meinen Lieblingstrail in der Gorge hat es wohl leider recht übel erwischt.

Wahclella Falls: da hatte ich Hoffnung gehabt, dass der Trail vielleicht verschont geblieben ist, aber der Blick in das Tal des Tanner Creek sah auch nicht gut aus. Direkt am Freeway stand zwar noch dichter grüner Wald aber weiter im Tal sah man einiges Braun und an den Hängen viele kahle Stümpfe.

Latourell Falls: hier gibt es gute Nachrichten. Ich denke, dass die Ecke mit wenn überhaupt minimalen Schäden davon gekommen ist.

Larch Mt.:der scheint offenbar auch so gut wie nichts abbekommen zu haben.

Mist Falls: es gibt braune Stellen am Hang aber im großen und ganzen sieht Mist Falls, wie Multnomah Falls, ziemlich so aus wie vorher.

Angels Rest nach und vor dem Feuer

Eine andere Stelle, die es heftig erwischt hat, ist die Gegend um Horsetail Falls und die Oneonta Gorge. Letztere könnte nun auch mit einer Menge verkohlter Stämme gefüllt sein. Am Angels Rest Trail sind auch große Flächen verbrannt. Das Zentrum des Feuer lag wie gesagt am Eagle Creek, d.h., dass Orte in der Umgebung, wie Ruckel Creek, Tooth Rock, Dry Creek Falls, Benson Plateau etc. schwer betroffen sind. Und auch der Trail zum Munra Point sieht ziemlich übel aus.

Um das ganze zumindest mit einer etwas positiven Note zu beenden: es wird in den nächsten Jahren mit einer wahren Explosionen an Wildblumen in den betroffenen Gebieten gerechnet.

 

Stand 17.9.2017: Es regnet! Endlich! Und das soll für die nächsten zwei bis drei Tage so bleiben. Das wird zwar vermutlich das Feuer nicht löschen, aber es sollte danach gut unter Kontrolle sein. Wie bei jeder Medizin gibt es leider Nebenwirkungen. Es drohen Erdrutsche, wenn der Regen auf die vom Feuer verwüsteten Hänge trifft wo keine Vegetation den Boden mehr festhält. Für das gesamte Gebiet wurde eine Flash Flood Warning herausgegeben. Das wird vermutlich den ganzen Winter bis ins Frühjahr ein beständiges Problem bleiben, weshalb man davon ausgehen muß, daß die betroffenen Trails noch sehr lange gesperrt bleiben werden.

I-84 ist in Richtung Westen wieder geöffnet, allerdings sind sämtliche Ausfahrten mit Ausnahme von Cascade Locks gesperrt und jegliches Anhalten entlang der Strecke ist verboten. Es gibt immer wieder befristete Sperrungen für weitere Aufräumarbeiten. Für die Freigabe des nach wie vor gesperrten Freeways Richtung Osten gibt es noch keinen Termin.

Stand 14.9.2017: Das Eagle Creek-Feuer brennt weiterhin, zur Zeit vor allem im östlichen Bereich um den Herman Creek und in den höheren Lagen der Mark O.Hatfield Wilderness. Ortschaften sind derzeit nicht mehr akut gefährdet. Es ist in dem schwierigen Terrain allerdings nur auf 13% des Randes unter Kontrolle. Das kleine Archer Mt.-Feuer auf der Washington Seite ist dagegen inzwischen auch offiziell zu 100% unter Kontrolle. Für die nächste Woche sind zum ersten Mal in diesem Sommer längere Regenfälle vorhergesagt, die Anlaß zur Hoffnung geben.

I-84 ist nach wie vor durch umgestürzte Bäume und Felsbrocken blockiert und zwischen Hood River und Troutdale komplett und zwischen The Dalles und Hood River für LKWs Richtung Westen gesperrt. Aufräumarbeiten laufen, man hofft die dem Feuer abgewandten Fahrspuren Richtung Westen Anfang nächster Woche wieder freigeben zu können. Richtung Osten dauert es noch mindestens eine Woche länger. Die Alternativroute SR14 auf der Washington-Seite ist nur für LKWs gesperrt. Der Historic Highway hat schwer unter dem Feuer gelitten, es ist derzeit nicht in Sicht, wann er wieder geöffnet wird. Ich denke das wird wohl eher eine Frage von Monaten als Wochen sein.

Desweiteren wurde der Zugang zu sämtlichem öffentlichen Land auf der Oregon Seite der National Scenic Area zwischen dem Sandy River in Troutdale und Hood River für jedermann gesperrt. Aufgrund der Brandschäden und der damit verbundenen Gefahr von Erdrutschen im regenreichen Winter wird damit gerechnet, dass viele Trails erst frühestens im nächsten Frühjahr wieder freigegeben werden.

***

Nach einem ungewöhnlich heißen Sommer und den höchsten August-Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war die gesamte Gorge Anfang September knochentrocken. Es gab ein kleineres Feuer in der Nähe der Tunnel Falls am Eagle Creek, das schon seit mehreren Wochen vor sich hin schwelte und gut unter Kontrolle war, aber dann hatte am Labor Day Wochenende ein 15-jähriger Teenager aus Vancouver WA mit seinen Freunden die großartige Idee brennende Feuerwerkskörper vom Trail am Eagle Creek in die Schlucht zu werfen. Binnen kürzester Zeit stand die Gegend um den Trailhead in Flammen und schnitt Hikern am Punchbowl Falls den Rückweg ab. Viele waren die relaltiv kurze Strecke ohne Wanderschuhe und in Badesachen gelaufen um sich an dem heißen Tag in dem Pool vor den Punchbowl Falls abzukühlen. Ihnen blieb nur der 13 Meilen lange recht steile Hike zum Wahtum Lake am anderen Ende des Eagle Creek mit einer Nacht an den Tunnel Falls.

Asche auf einem Autodach

Im Laufe des Montags und in der Nacht zum Dienstag fachten die üblichen recht kräftigen Ostwinde in der Gorge das Feuer an und es bewegte sich schnell Richtung Westen auf Orte wie Oneonta Gorge, Multnomah Falls, Angel’s Rest und Crown Point zu. Siedlungen in der Gorge wie Cascade Locks, Corbett, Bridal Veil wurden evakuiert und auch für den östlichen Teil von Troutdale, einem Vorort von Portland, wurde die erste Evakuierungswarnstufe ausgerufen, die die Bewohner auffordert, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Im Großraum Portland regnete es Asche vom Himmel, so dass ältere Bewohner sich an den Ausbruch des Mt.St.Helens erinnert fühlten, die Sonne war mitten am Tag durch dicke Rauchschwaden tiefrot und der sogenannte Air Quality Index war dreimal so schlecht wie der von Peking.

Währenddessen versuchten die Feuerwehrleute vor allem die bedrohten Gebäude zu retten. Hierbei standen vor allem die Orte Cascade Locks und Bridal Veil und die bekannte Multnomah Falls Lodge im Fokus der Bemühungen. Wie schwer die Aufgabe der Feuerwehr war, verdeutlicht die Tatsache, dass das Feuer am Archer Mt. auf die Washington Seite übersprang. Wenn nicht einmal der Columbia River eine effektive Feuerschneise darstellt, kann man sich vorstellen, wie schwierig es ist so ein Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Gegen Dienstag Abend flauten die Winde ab und drehten, so dass das Feuer auf sich selbst zurückgeworfen wurde und für die Orte im Westen der Gorge Entwarnung gegeben werden konnte. Die Feuerwehr war auch in der Gorge selber erfolgreich, es wurden keine Gebäude zerstört, auch die Multnomah Falls Lodge steht nach wie vor. Das Feuer auf der Washington Seite ist unter Kontrolle. Auf der Oregon Site ist das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle aber da es sich abgekühlt hat und auch wenig Regen fiel, hat sich die Situation sehr beruhigt.

Nachdem am Anfang das Schlimmste für die beliebteste und meistbesuchteste Ecke der Gorge befürchtet wurde, zeigen die ersten Bilder, dass die Zerstörung recht punktuell ist. Der Angel’s Rest Trail führt jetzt durch ein Spalier verkohlter Stümpfe, während Multnomah Falls abgesehen von ein paar dunklen Stellen hier und da noch ziemlich aussieht wie früher. Selbst die Bäume sind dort noch alle grün. Der Freeway I-84 durch die Gorge soll mindestens noch bis zum 10.September wenn nicht länger gesperrt sein, der Historic Highway wird wohl noch wesentlich länger dicht sein. Die Straßen sind von umgestürzten Bäumen und Felsbrocken bedeckt.

 

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